VBE begrüßt den Erhalt der Gesamtpersonalräte an den Staatlichen Schulämtern

VBE begrüßt den Erhalt der Gesamtpersonalräte an den Staatlichen Schulämtern

Reform der hessischen Schulverwaltung durch Kultusministerin Henzler vorgestellt – VBE-Landesvorsitzender zeigt sich verhalten zustimmend bis kritisch – Erhalt der Gesamtpersonalräte begrüßt – Frage nach Einsparungen und Synergieeffekten – Keine Reform um der Reform willen

Verhalten zustimmend bis kritisch zeigte sich der VBE-Landesvorsitzende Helmut Deckert zu den heute vorgestellten Plänen von Kultusministerin Dorothea Henzler zu einer Reform der Schulverwaltung.

„Es ist gut““, kommentierte der VBE-Chef, „dass nach einer quälenden Phase der Ankündigungen jetzt ein Ziel sichtbar wird. Auch die Bestandsgarantie für die Gesamtpersonalräte bei den Staatlichen Schulämtern ist beruhigend und sichert die für Qualität erforderliche Mitbestimmung.“

Der VBE werde die notwendigen Detailvorstellungen abwarten und dabei seinen Sachverstand mit einbringen, kündigte der Landesvorsitzende weiter an. „Es ist nicht unsere Art, Unbekanntes zu kommentieren“, so Deckert. Zugleich mahnte er an, dass die anstehende Ausgestaltung der Reform nur im Einvernehmen mit den Betroffenen, also auch den
Gewerkschaften, gelingen könne.

Kritisch thematisierte Deckert die aus seiner Sicht vorhandenen schon jetzt erkennbaren Schwächen des Modells: „Es ergibt sich sofort die Frage, wie ein solches Landesschulamt gegenüber dem jetzigen Zustand zugleich Einsparungen, Synergieeffekte und qualitätssteigernde Elemente erbringen soll. Zudem muss ja dann an andere Stelle gespart werden, sofern die Haushaltsvorgaben für das Kultusministerium so bleiben.“

Offen bleibe auch, so Deckert weiter, die Frage nach der Ansiedlung einer solch großen Behörde. Zugleich stelle sich die Frage, welche Aufgaben noch beim Kultusministerium selbst verblieben, wenn man die umfassenden Inhalte des neuen Landesschulamtes mit Lehrkräfteakademie sehe.

„Die kommende Zeit wird spannend werden. Dabei muss das Kultusministerium beweisen, dass es nicht um eine Reform um der Reform willen geht, sondern dass dem hessischen Bildungswesen damit insgesamt gedient und es voran gebracht wird. Gerade der VBE hat immer wieder darauf hingewiesen, dass bloße strukturelle Reformen allein keinen Fortschritt bringen.“

„Strukturen“, so Deckert abschließend, „haben immer dienende Funktionen für die Inhalte. Die aber sind aus der heutigen Vorstellung noch nicht ausreichend abzuleiten.“

(08.11.11)

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