VBE Hessen kritisiert erneut vorgelegtes Lehrerbildungsgesetz – VBE-Chef beklagt Praxisferne und mangelnde Entlastung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst – Mentorenentlastung angemahnt
Aus Anlass des heute in den Landtag eingebrachten Entwurfes des neuen Lehrerbildungsgesetzes hat der VBE Hessen seine Kritik an der Vorlage erneuert. „Nicht alles, was lange währt, wird wirklich gut“, meinte der VBE-Landesvorsitzende und spielte damit auf die lange Zeit an, die das Gesetz in der Koalition brauchte.
„Der VBE hält nach wie vor seinen Vorschlag für besser, nicht weil wir starrköpfig sind“, so der VBE-Chef, „sondern weil unser Entwurf besser ist als der Entwurf der Koalition.“ So weise der VBE-Entwurf einen deutlich größeren Praxisanteil auf und entlaste die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, wobei er die 24 Monate lange Ausbildung der 2. Phase beibehalte, die der VBE seinerzeit mit erkämpft hatte.
„Von der versprochenen Verknüpfung der 1. und 2. Phase der Lehrerbildung ist so gut wie nichts übrig geblieben“, lautet die Kritik des VBE. „Man hat aus Kostengründen den Vorbereitungsdienst verkürzt ohne ihn wirklich zu reformieren.
Der VBE wird auch mit Interesse verfolgen, ob und wie die Mentoren aus der finanziellen Ersparnis der Verkürzung entlastet werden.“ „Angesichts der von der Landesregierung betriebenen sog. Schuldenbremse erwarten wir da wenig“, zeigte sich der VBE-Landesvorsitzende Deckert wenig optimistisch. „Aber Ausbildung ohne Man-Power geht eben einfach nicht. Zudem muss dringend die Qualität der Ausbildung verbessert und lehramtsübergreifend organisiert werden.“
(01.02.11)