DPolG und VBE-Hessen raten Eltern, den Schulweg zu üben +++ Schulwegpläne beachten +++ Erstklässler besonders gefährdet +++ auch bei Busfahrten üben +++ Landeschefs rufen Eltern zur Mithilfe auf
Aus Anlass des Einschulungstages für Erstklässler am kommenden 17. August 2010 raten die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) und die Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) Eltern von Schulanfängern, schon jetzt auch an den Schulweg zu denken: Schulanfänger sind besonders gefährdet, weil viele von ihnen mit der Einschulung erstmals allein im Straßenverkehr unterwegs sind.
Wenn aus Kindergartenkindern Erstklässler werden, empfehlen der DPolG-Vorsitzende Heini Schmitt und der VBE-Landesvorsitzende Helmut Deckert den Eltern, den Schulweg mit den Kindern rechtzeitig und nachhaltig zu üben. Dies sollte spätestens in den ersten Schultagen mehrfach der Fall sein. Dabei sollten Eltern sich einerseits auf die Schulwegpläne verlassen, die die Schulen in Hessen bereithalten, andererseits selbständig den sichersten Weg aussuchen. „Umwege lohnen sich, wenn die Gefahr deutlich sinkt“, betonten sie.
Eltern von Erstklässlern sollten aber möglichst schon die nächsten Tage dazu nutzen, ihrem Kind die nötige Sicherheit für den künftigen Schulweg zu geben. Sie können sich Kummer ersparen, wenn sie den Schulweg mit ihren Kindern einüben: „Laufen Sie den Schulweg mehrfach in beiden Richtungen mit ihrem Kind ab – wenn möglich morgens und mittags. Weisen Sie es auf Gefahrenpunkte hin. Nicht nur die Teilhabe an den ersten Schultagen ist wichtig, sondern auch die Anbahnung von Sicherheit auf dem Schulweg“, erläuterten die beiden Vorsitzenden ihren Aufruf.
Ein besonderes Augenmerk gelte Schülern und Schülerinnen, die bereits im 1. Schuljahr mit dem Bus fahren müssten. Hier seien alle – Eltern, Busfahrer und Lehrkräfte – besonders gefordert. Naturgemäß seien allerdings zuerst die Eltern gehalten, mitzuhelfen, auch diesen Gefahrenpunkt für ihr Kind zu entschärfen.
Bei Unfällen mit Kindern habe die Frage nach der Schuld eine untergeordnete Bedeutung. Vorbeugung sei angesagt, damit es erst gar nicht zu einem Unglück komme. Dazu zähle allerdings auch ein sicherheitsbewusstes Verhalten der Eltern selbst. Immer wieder müsse die Polizei z. B. feststellen, dass Kinder im Auto der Eltern nicht richtig angeschnallt seien und vor Schulen eine viel zu hohe Geschwindigkeit gefahren werde.
Kindergarten und Schulen griffen regelmäßig das Thema „Gefahren im Straßenverkehr“ auf und übten. Dabei werden sie auch von der Polizei vor Ort unterstützt. „Den ganz persönlichen Schulweg mit seinen spezifischen Gefahrenpunkten kennen die Eltern jedoch besser. Diese können ihr Kind individuell auf die Teilnahme am Straßenverkehr vorbereiten“, so die DPolG und der VBE.
(13.08.10)