Horrorszenario im Kommen – VBE-Landeschef kritisiert Geheimniskrämerei – Folge von Intransparenz und Missachtung der Betroffenen – Feudal-mittelalterlicher Umgang mit Personal
Entsetzt zeigte sich der hessische VBE-Landesvorsitzende Helmut Deckert über die Verlautbarungen der Frankfurter Rundschau und von hr-online über den neuen Zuschnitt der Staatlichen Schulämter und der Studienseminare.
„Das ist ein Umgang, den ich eigentlich nur aus dem Geschichtsbuch über die Feudalherrschaft kenne“, kommentierte Deckert die bekannt gewordenen Fakten. Deckert weiter: „Die ständigen Dementis des Kultusministeriums gehen einem langsam auf die Nerven. Statt zu dementieren, sollte das Haus endlich einen diskutierwürdigen Vorschlag
machen, bei dem alle betroffenen Lehrkräfte und vor allem die betroffenen Mitarbeiter der Staatlichen Schulämter ableiten können, wie es weitergeht.“ Deckert nannte die bekannt gewordenen Pläne für den Fall der auch nur annähernden Umsetzung einen „Kahlschlag in der Bildungsverwaltung“, die weder mit Qualität noch mit seriöser Politik etwas zu tun habe.
Der VBE, so Deckert, „wird mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen solche Pläne Front machen. Wir werden mit Klauen und Zähnen eine ortsnahe, effektive und für die Schulen erforderliche Schulaufsicht verteidigen..“
Dies gelte auch für einen erforderlichen Zuschnitt der Studienseminare, die vor Ort unverzichtbare Bildungsarbeit leisteten und zur Attraktivität von ganzen Regionen beitrügen. „Vielleicht“, so Deckert abschließend, „dämmert es jetzt so manchem Koalitionspolitiker, dass sich im Bildungsbereich keine 68 Millionen sparen lassen, ohne alles über Bord zu werfen, was im Koalitionsvertrag, in Sonntagsreden und in Verlautbarungen des Kultusministeriums bislang über den Stellenwert von Bildung gesagt wurde.“
Deckert sagte abschließend: „Ich erwarte kein weiteres Dementi, sondern klipp und klar die Ansage, was geplant ist und welche Veränderungsmöglichkeiten noch bestehen!“
(12.05.11)